Krebsvorsorge

Eine ordentliche Krebsvorsorgeuntersuchung wird einmal im Jahr durchgeführt und beinhaltet eine körperliche Untersuchung, Ultraschall-Diagnostik und einige Laborparameter. Ein Teil davon wird von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Privatkassen zahlen die Untersuchung komplett. Dazu gehört ebenfalls ein Besuch beim Urologen bzw. bei Gynäkologen. Für Frauen ist noch eine Mammographie nötig.

Ab dem Alter von 40 Jahren empfehlen wir eine Magen-Darm Spiegelung, Röntgen Thorax und MRT des Kopfes (alle 3-5 Jahre). Einen überzeugenden Appell zur Krebsvorsorge finden Sie auf der Seite http://www.darmkrebs.de/ der Felix Burda Stiftung. Die Mutter von Felix Burda berichtet rührend von Ihren Sohn, der mit 31 Jahren bereits schwer erkrankt war und gibt viele gute Ratschläge zu besseren Verständnis der Notwendigkeit der Prävention. Etwa 500.000 Menschen in Deutschland nehmen die Vorsorge-Darmspiegelung in Anspruch. Handeln Sie genauso und überzeugen auch andere Menschen, die Ihnen nah stehen, mitzumachen. Möglicherweise kann das Leben retten. Wir helfen Ihnen gerne und empfehlen Ihnen erfahrene Kollegen für notwendige Untersuchungen.

Das zahlt die gesetzliche Krankenkasse

Krebs-Früherkennungsuntersuchungen gehören zu den Standardleistungen der gesetzlichen Krankenkassen. Das gesetzliche Krebs-Früherkennungsprogramm bietet folgende Untersuchungen an:

Frauen

  • ab dem Alter von 20 Jahren: Untersuchung der inneren und äußeren Geschlechtsorgane.
  • ab dem Alter von 30 Jahren: zusätzliche Tastuntersuchung der Brust.
  • ab dem Alter von 50 Jahren bis zur Vollendung des 70. Lebensjahres besteht alle zwei Jahre Anspruch auf die Teilnahme am qualitätsgesicherten Mammographie-Screening, einer Röntgenuntersuchung der Brüste. Zum Untersuchungstermin werden die anspruchsberechtigten Frauen schriftlich eingeladen.


Männer

  • ab dem Alter von 45 Jahren: Tastuntersuchung der Prostata sowie Inspektion des äußeren Genitales.


Frauen und Männer

Hautkrebs-Früherkennung

Seit dem 1. Juli 2008 wird bundesweit ein Screening für Hautkrebs angeboten: Gesetzlich Versicherte ab dem Alter von 35 Jahren haben alle zwei Jahre Anspruch auf eine qualitätsgesicherte Untersuchung der gesamten Körperoberfläche. Einige Krankenkassen übernehmen die Hautkrebs-Screening bereits ab 18 Jahren.

Darmkrebs-Früherkennung

  • ab dem Alter von 50 Jahren bis zur Vollendung des 55. Lebensjahres einmal jährlich ein Test auf verborgenes Blut im Stuhl.
  • ab dem Alter von 55 Jahren Angebot einer Darmspiegelung (Koloskopie) und Wiederholung dieser Vorsorgeuntersuchung zehn Jahre nach der ersten Untersuchung. Der Stuhlblut-Test wird damit in diesem Alter überflüssig.
  • für diejenigen Versicherten, die die Darmspiegelung nicht in Anspruch nehmen wollen oder können: Angebot eines Stuhlblut-Testes alle zwei Jahre ab dem Alter von 55 Jahren.
  • der Stuhlblut-Test kann auch unabhängig von einer anderen Krebs-Früherkennungsuntersuchung wahrgenommen werden.

Eine Praxisgebühr muss für die gesetzlichen Krebs-Früherkennungsuntersuchungen nicht entrichtet werden. Ausführliche Informationen zur Prävention, Früherkennung und Behandlung von Darmkrebs finden Sie hier.

Bei Patienten mit erblichem Brustkrebs oder erblichem Darmkrebs übernimmt die Krankenkasse bereits frühere und deutlich engmaschigere Früherkennungsuntersuchungen. Sprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt.


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